Was macht ein Konsul? Vom alten Rom bis zum Konsulat

Ein Konsul ist ein Vertreter eines Staates im Ausland, der sich vor allem um die Angelegenheiten der eigenen Bürger und um Wirtschaftskontakte kümmert. Im alten Rom war der Konsul der höchste gewählte Beamte.

Ein Konsul hilft, wenn im Ausland der Pass verloren geht oder ein Bürger verhaftet wird. Er arbeitet in einem Konsulat und vertritt sein Land vor Ort. Der Plural lautet nicht „Konsule“ oder „Konsulen“, sondern Konsuln – eine Form, über die selbst Muttersprachler oft stolpern.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikelder KonsulMaskulinum
Genitivdes Konsuls—
Pluraldie Konsulnnicht „Konsule“
Femininumdie KonsulinPlural Konsulinnen
Verwandtdas Konsulat, konsularischAmtssitz, Adjektiv

Konsul in Beispielsätzen

Konsul oder Botschafter?

Ein Botschafter vertritt seinen Staat politisch gegenüber der Regierung des Gastlandes und sitzt in der Hauptstadt. Ein Konsul ist dagegen für praktische Dinge zuständig: Ausweise, Beglaubigungen, Hilfe in Notfällen und Wirtschaftsförderung. Deshalb gibt es Konsulate auch in anderen großen Städten. Im alten Rom zählte man sogar die Jahre nach den beiden Konsuln, die jeweils amtierten. Das Wort kommt von lateinisch *consul*, verwandt mit *consulere* „beraten“.

Was ist ein Honorarkonsul?

Eine Person, die ehrenamtlich und meist ohne Gehalt ein fremdes Land in einer Stadt vertritt, oft ein Unternehmer.

Was ist der Unterschied zwischen Konsulat und Botschaft?

Die Botschaft ist die politische Vertretung, das Konsulat die Dienststelle für Bürger- und Wirtschaftsfragen.

Quellen

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