Was ist ein Kessel? Vom Wasserkessel bis zum Talkessel

Ein Kessel ist ein großes, meist rundes Gefäß zum Erhitzen von Flüssigkeiten. Bildlich steht das Wort für eine Talmulde oder eine Einkreisung, etwa in der Militär- oder Polizeisprache.

Kessel ist ein altes Küchenwort, das weit über die Küche hinausgewachsen ist. Im Kessel kocht man Wasser, Dampfkessel trieben Lokomotiven an. Stuttgart liegt in einem Talkessel – deshalb staut sich dort im Sommer die Hitze. Und wenn die Polizei Demonstranten einschließt, spricht man vom Kessel.

Formen und Komposita

FormWortHinweis
Genus + Artikelder KesselMaskulinum
Genitivdes Kesselsmit -s
Pluraldie Kesselendungslos
Diminutivdas Kesselchenselten
KompositaWasserkessel, Talkessel, Heizkessel, HexenkesselKessel als Grundwort

Kessel in Beispielsätzen

Herkunft

Das Wort ist sehr alt: Althochdeutsch hieß es *kezzil*, entlehnt aus lateinisch *catillus*, einer Verkleinerung von *catinus* „Schüssel“. Die Germanen übernahmen es früh von den Römern, wie viele Wörter rund um Küche und Gerät. Aus dem Kessel entwickelte sich später die Heizung moderner Häuser: Der Heizkessel im Keller erhitzt das Wasser für die Heizkörper.

Was ist ein Kesseltreiben?

Ursprünglich eine Treibjagd, bei der das Wild im Kreis eingeschlossen wird. Heute bildlich für eine Hetzkampagne gegen eine Person.

Was ist ein Hexenkessel?

Ein Ort voller Lärm und Erregung, etwa ein Stadion. Das Bild stammt vom brodelnden Kessel der Hexen im Märchen.

Quellen

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