Turm: hohes Bauwerk, Schachfigur und Wahrzeichen

Ein Turm ist ein hohes, schmales Bauwerk, das oft über seine Umgebung hinausragt, etwa als Kirchturm oder Wachturm. Im Schach heißt so eine Figur, die gerade zieht.

Ob Fernsehturm, Glockenturm oder Leuchtturm: Der Turm ist gebaut, um gesehen zu werden – oder um weit zu sehen. Ein Turm ist Höhe, die man bewohnen, besteigen oder bewachen kann. Viele Städte erkennt man schon von Weitem an ihren Türmen.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Turmmaskulin
Genitivdes Turm(e)sbeide Formen korrekt
Pluraldie Türmemit Umlaut
Diminutivdas Türmchenz. B. an Schlössern
Verbtürmen, auftürmenstapeln; umgangssprachlich auch fliehen

Beispiele

Herkunft: von lateinisch turris

Turm kam schon früh aus dem Lateinischen ins Deutsche: *turris* wurde über das Altfranzösische zu althochdeutsch *turn*, mittelhochdeutsch *turn* oder *torn*. Das auslautende -m setzte sich erst später durch. Spannend ist das Verb türmen: In der Bedeutung „stapeln“ kommt es von Turm, in der Bedeutung „fliehen“ dagegen aus dem Rotwelschen, einer alten Gaunersprache – zwei verschiedene Wörter, die zufällig gleich klingen. Im Schach beschreibt der deutsche Name die Form der Figur, das englische *rook* dagegen stammt aus dem Persischen.

Wie lautet der Plural von Turm?

Die Türme. Der Diminutiv heißt Türmchen.

Was ist ein Elfenbeinturm?

Ein Bild für einen abgeschiedenen Ort, an dem sich jemand – etwa ein Wissenschaftler – von der Wirklichkeit abschottet.

Quellen

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