Heimweg oder Heimweh? Zwei Wörter, die man leicht verwechselt

Der Heimweg ist der Weg nach Hause, etwa von der Arbeit, der Schule oder einer Feier.

Nach der Arbeit, nach der Party, nach dem Training: Am Ende steht der Heimweg. Kaum ein Weg ist so vertraut, dass man ihn fast im Schlaf geht. Das Wort verbindet *heim* ‚nach Hause‘ mit *Weg* und wirkt ein wenig wärmer als das nüchterne *Rückweg*, denn am Ende wartet nicht irgendein Ort, sondern das eigene Zuhause.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Heimwegmaskulin
Genitivdes Heimweg(e)sbeide korrekt
Pluraldie Heimwegeselten
Adverbheimwärtsnach Hause zu
VerwandtNachhausewegumgangssprachlich

Beispielsätze

Heimweg ist nicht Heimweh

Die Wörter unterscheiden sich nur in einem Laut, bedeuten aber ganz Verschiedenes. Der Heimweg ist ein Weg, das Heimweh ein Gefühl: die schmerzliche Sehnsucht nach der Heimat. Heimweh galt im 17. Jahrhundert als ‚Schweizerkrankheit‘, weil Schweizer Söldner in der Fremde besonders darunter litten; ein Basler Arzt gab ihr 1688 den gelehrten Namen *Nostalgia*. Wer Heimweh hat, sehnt sich oft nach dem Heimweg.

Ist Nachhauseweg auch richtig?

Ja, das Wort steht im Duden und ist umgangssprachlich verbreitet; Heimweg ist kürzer und etwas gehobener. Im Süden und in Österreich ist das Adverb heim besonders lebendig: heimgehen, heimkommen.

Schreibt man ‚heim gehen‘ getrennt?

Nein, heimgehen wird zusammengeschrieben, ebenso heimkommen und heimfahren.

Quellen

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