Glück: Zufall und Zufriedenheit in einem Wort
Glück ist ein günstiger Zufall, der jemandem unerwartet zuteilwird. Das Wort bezeichnet außerdem den Zustand tiefer Zufriedenheit und Freude.
Wer im Lotto gewinnt, hat Glück; wer mit seinem Leben zufrieden ist, ist glücklich. Wo das Englische zwischen „luck“ und „happiness“ unterscheidet, genügt dem Deutschen ein einziges Wort. Erst der Zusammenhang zeigt, welche Bedeutung gemeint ist: „Glück haben“ meint den Zufall, „Glück empfinden“ das Gefühl. Die Philosophie fragt seit der Antike, worin das Glück des Menschen besteht.
- Günstiger Zufall. *Mit etwas Glück erreichen wir den Zug noch.*
- Zufriedenheit, Freude. *Das Glück der jungen Eltern war vollkommen.*
- Erfolg, gutes Gelingen. *Viel Glück bei der Prüfung!*
Formen und Wortfamilie
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | das Glück | Neutrum |
| Genitiv | des Glück(e)s | |
| Plural | — | kein Plural; selten „Glücksfälle“ |
| Adjektiv | glücklich, glücklicherweise | |
| Komposita | Glückspilz, Glücksbringer, Unglück |
Glück in Beispielsätzen
- Da hast du aber Glück gehabt!Nach einer knapp verhinderten Gefahr.
- Zum Glück hat es nicht geregnet.= glücklicherweise.
- Glück auf!Traditioneller Bergmannsgruß, etwa im Ruhrgebiet und Erzgebirge.
Glücksbringer und Redewendungen
- Schwein haben – unverdient Glück haben; das Glücksschwein ist ein beliebtes Neujahrsgeschenk
- Glück im Unglück – trotz eines Schadens noch Glück haben; vgl. Unglück
- sein Glück versuchen – etwas wagen
- Vierblättriges Kleeblatt, Hufeisen und Schornsteinfeger gelten als klassische Glückssymbole
Was ist das Gegenteil von Glück?
Bei Zufällen Pech („Pech gehabt!“), bei Gefühlen Unglück oder Traurigkeit. Wer ständig Pech hat, wird scherzhaft „Pechvogel“ genannt, das Gegenstück ist der „Glückspilz“.
Woher kommt das Wort?
Von mittelhochdeutsch *gelücke*, zunächst „Schicksal, Ausgang einer Sache“. Die weitere Herkunft ist ungeklärt; das Wort ist zuerst im Niederdeutschen und Niederländischen belegt (*geluk*).