Was ist Gemüse? Bedeutung, Grammatik und eine überraschende Herkunft
Gemüse sind essbare Pflanzenteile wie Blätter, Wurzeln, Knollen oder Früchte, die meist gekocht oder roh als Beilage und Hauptspeise gegessen werden.
Gemüse füllt Märkte, Gärten und Kochbücher. Karotten, Kohl, Spinat oder Paprika – alles fällt unter diesen einen Sammelbegriff. Gemüse war ursprünglich kein Lebensmittel, sondern eine Zubereitungsart: ein Brei aus Pflanzen. Mehr dazu weiter unten.
- Essbare Pflanzen oder Pflanzenteile. *Auf dem Markt gibt es frisches Gemüse aus der Region.*
- Gericht aus solchen Pflanzen. *Zum Fisch gibt es Reis und Gemüse.*
- Umgangssprachlich: junge Leute. *Das junge Gemüse sitzt hinten im Bus.*
Grammatik
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | das Gemüse | neutrum |
| Genitiv | des Gemüses | Endung -s |
| Plural | Gemüsesorten | Sammelbegriff ohne üblichen Plural |
| Komposita | Gemüsesuppe, Wurzelgemüse, Gemüsegarten | häufig |
| Gegenbegriff | Obst | meist süße Früchte |
Beispiele
- Iss dein Gemüse auf!Klassischer Satz am Familientisch.
- In Wien kauft man Karfiol und Paradeiser.Österreichisch für Blumenkohl und Tomaten.
- Wir bauen Gemüse im eigenen Garten an.Gemüse anbauen ist die feste Verbindung.
Vom Mus zum Gemüse
Das Wort ist eine Kollektivbildung zu Mus – also Brei. Im Mittelhochdeutschen bezeichnete *gemüese* eine breiartige Speise aus Pflanzen, aber auch aus Getreide oder Obst. Erst später verengte sich die Bedeutung auf die Pflanzen selbst. Die Grenze zum Obst ist übrigens eher kulinarisch als botanisch: Tomaten, Gurken und Paprika sind botanisch Früchte, gelten in der Küche aber als Gemüse. Wer daraus einen Salat macht, hat also streng genommen einen Obstsalat zubereitet.
Hat Gemüse einen Plural?
Im Alltag nicht. Man verwendet das Wort als Sammelbegriff oder spricht von Gemüsesorten bzw. Gemüsearten.
Ist die Kartoffel Gemüse?
In der Küche wird sie meist als Beilage für sich behandelt, botanisch und in vielen Statistiken zählt sie aber zum Gemüse.