Elite: die Auslese – und warum das Wort polarisiert

Eine Elite ist eine kleine Gruppe von Menschen, die in einem Bereich als besonders leistungsfähig, einflussreich oder ausgewählt gilt.

Die Elite sind die Wenigen, die herausragen – im Sport, in der Wissenschaft, in Politik oder Wirtschaft. Zur Elite gehört nur, wer ausgewählt wurde; schon das Wort bedeutet „Auslese“. Je nach Tonfall klingt es bewundernd oder misstrauisch.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Elitefeminin
Genitivder Eliteunverändert
Pluraldie Eliten-n
Adjektivelitäroft abwertend: „sich abgrenzend“
KompositaEliteuniversität, Elitetruppe, Elitedenkenhäufig

Beispielsätze

Herkunft und Wortgeschichte

Elite stammt aus dem Französischen *élite* „Auswahl, das Auserlesene“, zu *élire* „auswählen, wählen“, das wiederum auf lateinisch *eligere* zurückgeht. Aus derselben lateinischen Wurzel stammt auch das englische *elect*. Ursprünglich bezeichnete *élite* die beste Ware oder ausgesuchte Truppenteile. Die Soziologie unterscheidet heute Funktionseliten (Führungspersonal von Institutionen) und Machteliten (wer tatsächlich entscheidet). Wer über „die da oben“ spricht, meint meist Letztere.

Wie spricht man Elite aus?

[eˈliːtə], mit Betonung auf der zweiten Silbe und hörbarem e am Ende.

Ist „elitär“ dasselbe wie „Elite“?

Nein. Elite ist zunächst neutral, elitär klingt nach Abgrenzung und Überheblichkeit. Wer neutral bleiben will, spricht von einer Auswahl oder der Spitze.

Quellen

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