Unter Druck: Kraft, Stress und Buchdruck in einem Wort

Druck ist eine Kraft, die auf eine Fläche wirkt, etwa Luft- oder Blutdruck. Übertragen bedeutet er seelische Belastung oder Zwang; außerdem das Drucken von Texten und Bildern.

Druck kann man messen, spüren und lesen. Wer unter Druck steht, braucht kein Barometer, um es zu merken. Das Wort verbindet Physik, Psychologie und Buchkunst – und hat deshalb sogar zwei Pluralformen.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusder Druckhoher Druck
Genitivdes Drucks / Druckesdie Messung des Drucks
Plural (Gedrucktes)die Druckeseltene alte Drucke
Plural (Technik)die Drückeunterschiedliche Drücke
KompositaBlutdruck, Leistungsdruck, BuchdruckMein Blutdruck ist normal.

Beispielsätze

drucken oder drücken?

Zwei Verben, ein Substantiv: drucken heißt Texte oder Bilder vervielfältigen (*ein Foto drucken*), drücken heißt mit Kraft pressen (*auf den Knopf drücken, jemanden drücken* = umarmen). Das Substantiv *Druck* gehört zu beiden; *Drucker* ist das Gerät, *Drücker* der Türgriff oder ein Werber an der Haustür.

Der Buchdruck mit beweglichen Lettern, den Johannes Gutenberg um 1450 in Mainz entwickelte, machte *Druck* zu einem Schlüsselwort der Neuzeit. Das Wort *Presse* stammt aus derselben Technik.

Wann heißt der Plural Drücke?

In Physik und Technik, wenn verschiedene Druckwerte gemeint sind; für Gedrucktes sagt man *Drucke*.

Was bedeutet „Druck machen“?

Umgangssprachlich: jemanden antreiben oder eine Sache beschleunigen.

Quellen

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