Suche und Sucht: verwandt oder nur ähnlich?

Die Suche ist das Bemühen, etwas oder jemanden zu finden, das verloren, versteckt oder unbekannt ist. Heute meint das Wort oft auch eine Abfrage im Internet.

Die Suche beginnt mit einer Lücke: Etwas fehlt. Manche Suche endet mit einem Fund, manche mit einer neuen Frage. Man sucht Schlüssel, Wohnungen, Menschen – oder eine Antwort auf das, was einen beschäftigt.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Sucheeine lange Suche
Pluraldie Suchen (selten)mehrere Suchen gleichzeitig
Verbsuchen, suchte, gesuchtWir suchen eine Wohnung.
Präpositionauf der Suche nachauf der Suche nach Arbeit
KompositaSuchmaschine, Wohnungssuchedie Wohnungssuche in Berlin

Beispiele

Suche ist nicht Sucht

Suche und *Sucht* sehen aus wie Geschwister, sind aber nicht verwandt. Suche kommt von *suchen* (althochdeutsch *suohhen*), verwandt mit englisch *seek*. Sucht dagegen geht auf althochdeutsch *suht* „Krankheit“ zurück und gehört zu *siech* „krank“ und *siechen*. Deshalb heißt eine alte Krankheit *Schwindsucht* und die Gelbsucht ist keine Suche nach Gelb. Erst später verband man Sucht mit dem Verlangen nach einer Droge. Wer also süchtig ist, ist ursprünglich krank, nicht auf der Suche. Ein festes Ziel hilft bei der Suche, gegen Sucht hilft es selten allein.

Wie schreibt man „auf der Suche“?

Suche großgeschrieben, weil es ein Substantiv ist: auf der Suche nach Glück.

Ist „suchen“ mit „Sucht“ verwandt?

Nein. Die Ähnlichkeit ist zufällig; Sucht gehört zu siech.

Quellen

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