Dekan: Leiter einer Fakultät und kirchliches Amt

Ein Dekan ist der gewählte Leiter einer Fakultät oder eines Fachbereichs an einer Hochschule; in den Kirchen heißt so auch der Vorsteher eines Kirchenbezirks.

An der Universität steht jeder Fakultät ein Dekan oder eine Dekanin vor. Das Amt wird meist für einige Jahre von den Professoren übernommen. Ursprünglich war ein Dekan der Anführer von zehn Mann – im römischen Heer wie im Kloster.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Dekanmaskulin
Femininumdie Dekanin—
Genitivdes Dekans—
Pluraldie Dekane—
Verwandtdas Dekanat, der DechantAmt bzw. kirchliche Variante

Beispielsätze

Vom Zehnerführer zum Fakultätsleiter

Das lateinische *decanus* gehört zu *decem* ‚zehn‘. Im spätrömischen Heer führte ein decanus eine Gruppe von zehn Soldaten. Die Mönchsregel Benedikts übernahm das Wort für einen Mönch, der zehn Brüder beaufsichtigt. Von dort kam es in die Kirchen und an die mittelalterlichen Universitäten. Traditionell redet man einen Dekan mit *Spectabilis* (‚Ansehnlicher‘) an; heute ist das meist nur noch bei feierlichen Anlässen üblich. Für jeden Studenten ist der Dekan im Studium eine wichtige Instanz.

Was macht ein Dekan an der Universität?

Er leitet die Fakultät, vertritt sie nach außen, verantwortet Haushalt und Organisation und führt den Vorsitz im Fakultätsrat.

Was ist ein Dechant?

Die vor allem im Rheinland und in Westfalen übliche Bezeichnung für den katholischen Dekan.

Quellen

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