Datei: Die gespeicherte Einheit im Computer
Eine Datei ist eine unter einem Namen gespeicherte Sammlung von Daten auf einem Computer oder Datenträger, zum Beispiel ein Text, ein Bild oder ein Programm.
Eine Datei ist die Grundeinheit, mit der wir am Computer arbeiten: ein Brief, ein Urlaubsfoto, eine Tabelle. Jede Datei hat einen Namen und meist eine Endung, die verrät, um welche Art von Inhalt es sich handelt. Was keinen Dateinamen hat, ist für den Computer so gut wie verloren. Dateien werden in Ordnern sortiert, gesichert und verschickt.
- Gespeicherte Datensammlung mit eigenem Namen. *Speicher die Datei, bevor du das Programm schließt.*
- Veraltet: geordnete Sammlung von Daten, Kartei. *Die Behörde führt eine Datei über alle Vereine.*
Formen und Zusammensetzungen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | die Datei | feminin |
| Genitiv | der Datei | unverändert |
| Plural | die Dateien | |
| Komposita | Dateiname, Dateiendung, Textdatei, Bilddatei | sehr häufig |
| Verwandt | der Ordner, das Verzeichnis | Ablageorte |
Beispiele
- Ich schicke dir die Datei per Mail.Alltag im Büro.
- Die Datei ist zu groß für den Anhang.Häufiges technisches Problem.
- Diese Datei lässt sich nicht öffnen.Typische Fehlermeldung, oft wegen einer unbekannten Dateiendung.
Ein deutsches Kunstwort
*Datei* ist kein altes Wort, sondern eine bewusste Neubildung aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es ist ein Kofferwort aus Daten und Kartei: So wie eine Kartei viele Karteikarten bündelt, bündelt eine Datei viele Daten. Damit hatte das Deutsche ein eigenes Wort, wo das Englische *file* sagt. Ähnlich bildete man *Informatik* aus *Information* und *Automatik*. In der Schweiz und in Österreich ist *Datei* genauso üblich; im Archiv einer Behörde kann eine Datei bis heute auch eine Kartei auf Papier meinen.
Woher kommt das Wort Datei?
Es ist ein Kofferwort aus „Daten“ und „Kartei“ und wurde im 20. Jahrhundert als deutsches Wort für englisch „file“ geprägt.
Was ist eine Dateiendung?
Die Buchstaben nach dem Punkt im Dateinamen, etwa .pdf oder .jpg. Sie zeigen, welches Programm die Datei öffnen kann.