Was bedeutet Palme? Vom Strandbaum bis „auf die Palme bringen“

Eine Palme ist ein tropischer oder subtropischer Baum mit unverzweigtem Stamm und einer Krone aus großen Fächer- oder Fiederblättern. Umgangssprachlich bringt man jemanden „auf die Palme“, wenn man ihn wütend macht.

Die Palme steht für Urlaub, Sonne und weißen Strand. Botanisch ist sie kein gewöhnlicher Baum: Ihr Stamm wächst kaum in die Breite und verzweigt sich nicht. Wer jemanden auf die Palme bringt, treibt ihn so hoch, dass er vor Wut nicht mehr herunterkommt. Rund 2.600 Arten sind bekannt, von der Kokospalme bis zur Dattelpalme.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie PalmeFemininum
Genitivder Palmeunverändert
Pluraldie Palmen-n
Diminutivdas Pälmchenselten
KompositaKokospalme, Palmöl, Palmsonntagsehr produktiv

Palme im Satz

Herkunft: die flache Hand

Das Wort kam schon in althochdeutscher Zeit als *palma* aus dem Lateinischen. Dort bedeutete *palma* zuerst „flache Hand, Handfläche“. Die gespreizten Fächerblätter erinnerten die Römer an eine geöffnete Hand. Englisch *palm* trägt bis heute beide Bedeutungen: Baum und Handfläche. Im Deutschen ist die Handbedeutung verloren gegangen.

Ist die Palme ein Baum?

Umgangssprachlich ja. Botanisch gehört sie zu den Einkeimblättrigen und bildet kein echtes Holz mit Jahresringen wie Eiche oder Buche.

Was heißt „auf die Palme bringen“?

Jemanden sehr ärgern oder wütend machen. Gesteigert gibt es auch „auf hundertachtzig bringen“.

Quellen

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