Coup oder Putsch? Was hinter dem kurzen Fremdwort steckt

Ein Coup ist ein überraschender, kühner und meist erfolgreicher Streich – etwa ein gelungenes Geschäft, ein spektakulärer Raub oder ein politischer Schachzug.

Wer einen Coup landet, hat etwas Gewagtes geschafft, mit dem niemand gerechnet hat. Ein Coup ist ein Erfolg, der nach Plan aussieht, aber nach Überraschung schmeckt. Ausgesprochen wird das Wort französisch: [kuː], das *p* bleibt stumm.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Coupmaskulin
Genitivdes Coups-s
Pluraldie Coups-s
Aussprache[kuː]wie „Kuh“
Wendungeneinen Coup landen, planen, vorbereitentypische Verben

Beispiele

Coup, Putsch und Staatsstreich

Das französische *coup* bedeutet „Schlag, Stoß“ und geht auf lateinisch *colpus* zurück. Im Deutschen meint Coup meist einen gelungenen Trick oder Streich. Für den gewaltsamen Machtwechsel sagt man eher Putsch oder Staatsstreich (Lehnübersetzung von *coup d'État*). Kurios: *Putsch* ist selbst ein Schweizer Wort. Im Schweizerdeutschen hieß es ursprünglich „Stoß“; bekannt wurde es durch den Züriputsch von 1839.

Wie spricht man Coup aus?

Wie „Kuh“: [kuː]. Plural Coups, ebenfalls ohne hörbares p.

Ist ein Coup immer illegal?

Nein. Im Sport, in der Wirtschaft oder Politik ist ein Coup einfach ein überraschender Erfolg.

Quellen

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