Bude: vom Marktstand bis zur sturmfreien Studentenbude

Eine Bude ist ein einfacher kleiner Bau, etwa ein Verkaufsstand auf dem Markt. Umgangssprachlich meint das Wort auch eine kleine Wohnung oder ein Zimmer.

Die Bude ist ein bescheidenes Wort für bescheidene Räume. Auf dem Weihnachtsmarkt verkauft sie Glühwein, im Studentenleben ist sie das kleine Zimmer unterm Dach. Eine Bude muss nicht schön sein – Hauptsache, sie gehört einem. Der Ton ist locker, oft liebevoll, manchmal abschätzig.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Budefeminin
Genitivder Budeunverändert
Pluraldie BudenEndung -n
Diminutivdas Büdchenim Rheinland: Kiosk
KompositaStudentenbude, Würstchenbude, Bretterbudesehr häufig

Beispiele

Redewendungen und Herkunft

Die Bude ist reich an festen Wendungen: Wer sturmfreie Bude hat, ist ungestört; wem man die Bude einrennt, der wird von Besuchern überrannt; wer die Bude auf den Kopf stellt, sucht alles durch oder feiert wild. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen *buode* und ist mit englisch *booth* verwandt – auch dort ist es ein Stand oder eine Kabine. Im Ruhrgebiet und Rheinland lebt die Trinkhalle als *Bude* oder *Büdchen* bis heute als Treffpunkt fort.

Was bedeutet »sturmfreie Bude«?

Man hat die Wohnung für sich, weil Eltern oder Mitbewohner nicht da sind.

Ist Bude abwertend?

Nicht unbedingt. Meist ist es locker und umgangssprachlich, kann aber auch ein schäbiges Gebäude bezeichnen.

Quellen

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