Was bedeutet Hund – und wo liegt er begraben?
Der Hund ist ein vom Wolf abstammendes Haustier, das seit Jahrtausenden mit dem Menschen lebt. Er bewacht, hütet, jagt und begleitet, und kommt in vielen Redewendungen vor.
Der Hund gilt als ältestes Haustier des Menschen. Kein Tier kommt in deutschen Redewendungen so oft vor, mal als treuer Freund, mal als armer Kerl. Wer „auf den Hund gekommen“ ist, hat nicht etwa ein Haustier gefunden, sondern alles verloren.
- Haustier, Canis lupus familiaris. *Unser Hund heißt Bello.*
- Schimpfwort für einen gemeinen Menschen (derb). *Dieser falsche Hund!*
- Armer Kerl (mit Adjektiv). *Der arme Hund hat alles verloren.*
- Bergbau: Förderwagen (auch Hunt). *Die Kohle wurde in Hunden transportiert.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Hund / die Hündin | Die Hündin hat Welpen. |
| Genitiv | des Hundes / des Hunds | das Fell des Hundes |
| Plural | die Hunde | Hunde an die Leine! |
| Diminutiv | das Hündchen | ein kleines Hündchen |
| Komposita | Wachhund, hundemüde | Ich bin hundemüde. |
Beispiele
- Da liegt der Hund begraben.Das ist der eigentliche Kern des Problems.
- Hunde, die bellen, beißen nicht.Sprichwort: Wer laut droht, handelt selten.
- Ich muss meinen inneren Schweinehund überwinden.Die eigene Trägheit bezwingen.
Hund und hound
Hund geht auf althochdeutsch *hunt* zurück und ist urverwandt mit lateinisch *canis* und griechisch *kýōn*. Das englische *hound* ist dasselbe Wort, bezeichnet heute aber vor allem einen Jagdhund; das allgemeine Wort im Englischen ist *dog*, dessen Herkunft ungeklärt ist. Im Deutschen ist Hund dagegen das neutrale Grundwort geblieben. Der natürliche Gegenspieler in vielen Geschichten ist die Katze: Zwei, die sich nicht vertragen, leben „wie Hund und Katze“.
Wie heißt der weibliche Hund?
Die Hündin; Jungtiere heißen Welpen.
Ist „Hund“ als Schimpfwort beleidigend?
Ja, in Verbindungen wie „falscher Hund“ ist es abwertend. „Armer Hund“ drückt dagegen Mitleid aus.