Bett: Schlafplatz, Flussbett und Gartenbeet
Ein Bett ist ein Möbelstück zum Schlafen und Liegen, meist mit Matratze, Kissen und Decke. Übertragen bezeichnet das Wort auch die Rinne, in der ein Fluss fließt.
Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Kein Wunder, dass das Wort in vielen Wendungen steckt. Bett und Beet sind ursprünglich dasselbe Wort: Beides ist eine abgegrenzte, vorbereitete Fläche zum Liegen oder Wachsen.
- Möbelstück zum Schlafen. *Ich gehe früh ins Bett.*
- Bettzeug, Federbett. *Die Betten werden morgens aufgeschüttelt.*
- Flussbett, Rinne eines Gewässers. *Der Bach ist aus seinem Bett getreten.*
- Krankenhausbett als Kapazität. *Die Klinik hat 400 Betten.*
Formen und Komposita
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | das Bett (neutral) | ein bequemes Bett |
| Genitiv | des Bett(e)s | am Rand des Bettes |
| Plural | die Betten | zwei Betten |
| Diminutiv | das Bettchen | das Bettchen fürs Baby |
| Komposita | Doppelbett, Bettdecke | die Bettdecke aufschütteln |
Beispielsätze
- Ab ins Bett!Aufforderung an Kinder, schlafen zu gehen.
- Sie muss noch ein paar Tage das Bett hüten.Sie ist krank und bleibt liegen.
- Hast du das Bett schon gemacht?„Das Bett machen“ = ordentlich herrichten.
Redewendungen
- Mit den Hühnern ins Bett gehen – sehr früh schlafen gehen.
- Sich ins gemachte Bett legen – von der Vorarbeit anderer profitieren.
- Mit jemandem ins Bett gehen – umgangssprachlich: Sex haben.
- Ans Bett gefesselt sein – so krank sein, dass man nicht aufstehen kann.
- Zum Bettzeug gehören – Kissen, Decke und Laken; zusammen bilden sie das gemachte Bett.
Wie hängen Bett und Beet zusammen?
Beide gehen auf dieselbe germanische Grundlage zurück. Erst später wurde die Schreibung getrennt: Bett für das Möbel, Beet für die Pflanzfläche.
Was ist ein Hochbett?
Ein auf Stelzen erhöhtes Bett, unter dem Platz zum Spielen oder Arbeiten bleibt – beliebt in Kinderzimmern und kleinen Wohnungen.