Beton: Baustoff mit drei Aussprachen

Beton ist ein künstlicher Baustoff aus Zement, Wasser, Sand und Kies, der beim Aushärten steinhart wird. Er wird für Wände, Decken, Brücken und Fundamente verwendet.

Beton prägt Städte wie kaum ein anderer Stoff. Er ist billig, formbar und hält gewaltige Lasten. Schon die Römer bauten mit einer Art Beton – die Kuppel des Pantheons in Rom steht seit fast zweitausend Jahren. Im Deutschen verrät das Wort durch seine Aussprache, aus welcher Region jemand kommt.

Formen und Aussprache

FormWortHinweis
Genus + Artikelder BetonMaskulinum
Pluraldie Betone / die Betonsfachsprachlich für Sorten
Aussprache Deutschland[beˈtɔŋ]nasal, französisch
Aussprache Österreich[beˈtoːn]wie geschrieben
Aussprache Schweiz[ˈbetɔ̃]Betonung auf der ersten Silbe
Verbbetonierener betoniert, hat betoniert

Beton in Beispielsätzen

Stahlbeton

Beton hält Druck hervorragend aus, reißt aber bei Zug. Im 19. Jahrhundert legte man deshalb Stahl- oder Eisenstäbe in die Masse – ein Patent des französischen Gärtners Joseph Monier für Pflanzkübel trug wesentlich zur Verbreitung bei. Stahlbeton machte Hochhäuser und weit gespannte Brücken möglich. Das Wort *Beton* selbst stammt aus dem Französischen und geht auf lateinisch *bitumen* „Erdpech“ zurück. Eine Mauer aus Beton wird gegossen, nicht gemauert.

Ist Beton dasselbe wie Zement?

Nein. Zement ist das Bindemittel, ein Pulver. Erst mit Wasser, Sand und Kies wird daraus Beton.

Wie spricht man Beton richtig aus?

Alle regionalen Formen sind korrekt: in Deutschland meist nasal [beˈtɔŋ], in Österreich [beˈtoːn], in der Schweiz mit Betonung vorn.

Quellen

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