Bargeld: warum das „bare“ Geld eigentlich „nackt“ ist

Bargeld sind Münzen und Banknoten, mit denen man direkt bezahlen kann. Im Gegensatz dazu steht Buchgeld auf Konten, das per Karte oder Überweisung bewegt wird.

Im Portemonnaie klimpert das Bargeld: Münzen und Scheine, die man anfassen und übergeben kann. In Deutschland hat es einen besonders guten Ruf. „Nur Bares ist Wahres“, sagt ein Sprichwort – und viele Deutsche handeln danach. Nach Erhebungen der Bundesbank wird im Laden noch rund die Hälfte aller Einkäufe bar bezahlt.

Formen und Verbindungen

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Bargeld (neutral)genug Bargeld
Genitivdes Bargelds / Bargeldesdie Abschaffung des Bargelds
Pluralkein Plural—
Adjektivbargeldlosbargeldlos bezahlen
Wendungbar bezahlen, in barZahlen Sie bar?

Beispielsätze

Was „bar“ ursprünglich bedeutet

Das Adjektiv *bar* hieß im Mittelhochdeutschen „nackt, bloß, entblößt“. Diese Bedeutung lebt noch in *barfuß* und *barhäuptig* („ohne Kopfbedeckung“) sowie in der Wendung *bar jeder Vernunft*, „ohne jede Vernunft“. *Bares* Geld ist also bloßes, unmittelbar vorhandenes Geld, das man ohne Umweg über Schuldscheine oder Konten in der Hand hält. Das Gegenteil heißt heute *Buchgeld* oder *Giralgeld*: Es existiert nur als Eintrag bei einer Bank. In Österreich und der Schweiz ist das Wort ebenso gebräuchlich; dort sagt man auch gern *Cash*.

Was ist der Unterschied zwischen Bargeld und Buchgeld?

Bargeld kann man anfassen. Buchgeld ist ein Guthaben auf dem Konto, das per Karte oder Überweisung fließt.

Hat Bargeld einen Plural?

Nein. Man spricht von *Bargeldbeständen* oder einfach von *Bargeld*.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 7 Buchstaben