Hypnose: Schlaf, der keiner ist

Hypnose ist ein durch Suggestion herbeigeführter Zustand stark gebündelter Aufmerksamkeit und erhöhter Empfänglichkeit. Sie wird in der Medizin und Psychotherapie eingesetzt, aber auch als Bühnenshow.

Hypnose trägt den Schlaf im Namen: Griechisch *hýpnos* heißt „Schlaf“, und Hypnos war der griechische Gott des Schlummers. Dabei schläft ein hypnotisierter Mensch gar nicht – er ist hellwach, nur ganz nach innen gerichtet. Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert vom schottischen Arzt James Braid bekannt gemacht.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikeldie HypnoseFemininum
Pluraldie Hypnosenselten
Verbhypnotisierener hypnotisiert, hypnotisierte, hat hypnotisiert
Adjektivhypnotischz. B. ein hypnotischer Blick
Personder Hypnotiseur, die HypnotiseurinHypnotiseur ist französisch gebildet

Hypnose im Satz

Was Hypnose nicht ist

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass Hypnotisierte willenlos seien. Fachleute betonen, dass man unter Hypnose nichts tut, was man grundsätzlich ablehnt. Hypnose ist auch kein Traum: Das Gehirn zeigt Muster konzentrierter Wachheit. Deshalb sprechen Therapeuten lieber von Trance oder fokussierter Aufmerksamkeit. Die moderne Hypnotherapie nutzt diesen Zustand etwa bei Schmerzen, Ängsten oder zur Raucherentwöhnung.

Woher kommt das Wort Hypnose?

Von griechisch *hýpnos* „Schlaf“. Der Arzt James Braid prägte um 1843 den Ausdruck *hypnotism*, aus dem das deutsche *Hypnose* entstand.

Kann jeder hypnotisiert werden?

Die Empfänglichkeit ist unterschiedlich. Die meisten Menschen lassen sich in eine leichte Trance führen, tiefe Zustände erreichen nur manche.

Quellen

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