Bär: das starke Tier und die Geschichten, die wir ihm aufbinden
Der Bär ist ein großes, kräftiges Raubtier mit dichtem Fell, das sich von Pflanzen und Fleisch ernährt. Übertragen nennt man so einen großen, starken Menschen.
Der Bär ist stark, gemütlich wirkend und liebt Honig – so jedenfalls im Kinderbuch. Wer jemandem einen Bären aufbindet, erzählt ihm eine erfundene Geschichte. Auch grammatisch ist der Bär besonders: Er wird schwach dekliniert.
- Raubtier der Familie Ursidae. *Im Wald lebt ein Bär.*
- Großer, kräftiger Mann (umgangssprachlich). *Ihr Freund ist ein richtiger Bär.*
- Sternbild. *Der Große Bär enthält den Großen Wagen.*
Formen (schwache Deklination)
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Bär | die Bären |
| Genitiv | des Bären | der Bären |
| Dativ | dem Bären | den Bären |
| Akkusativ | den Bären | die Bären |
| Weiblich | die Bärin | die Bärinnen |
Bär im Satz
- Damit hast du mir einen Bärendienst erwiesen.Ironisch: eine gut gemeinte Hilfe, die schadet.
- Ich habe einen Bärenhunger.„Bären-“ verstärkt: Bärenkräfte, Bärenhunger.
- Hier ist der Bär los!Umgangssprachlich: Hier ist viel los, die Stimmung ist gut.
Redewendungen
- Einen Bären aufbinden – jemandem eine Lüge erzählen. Die Herkunft ist nicht sicher geklärt.
- Bärendienst – stammt aus einer Fabel von La Fontaine: Ein Bär will die Fliege auf der Nase seines schlafenden Freundes vertreiben und erschlägt ihn dabei mit einem Stein.
- Das Fell des Bären verteilen, bevor er erlegt ist – sich zu früh über einen Gewinn freuen.
- Wappentier: Berlin führt einen Bären im Wappen; auch die Stadt Bern verbindet ihren Namen traditionell mit dem Bären.
Heißt es „den Bär“ oder „den Bären“?
Standardsprachlich *den Bären*, denn das Wort wird schwach dekliniert. *Den Bär* ist umgangssprachlich verbreitet.
Wie heißt das Junge?
Ein junges Tier dieser Art nennt man *Bärenjunges* oder *Bärchen*.