Ost: die Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs
Ost ist die Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht. Das Wort steht meist ohne Artikel, etwa in „Wind aus Ost“, und in Zusammensetzungen wie Ostwind oder Ostküste.
Ost ist die kurze Form der Himmelsrichtung, in der morgens die Sonne aufgeht. Neben dem längeren Wort Osten wird Ost vor allem in Fachsprachen, auf Schildern und in Zusammensetzungen verwendet. Wer „Ost“ sagt, gibt meist eine Richtung an; wer „der Osten“ sagt, meint eher eine Gegend. So steht auf dem Kompass „O“, und der Wetterbericht meldet „Wind aus Ost“.
- Himmelsrichtung (meist ohne Artikel). *Der Wind dreht auf Ost.*
- Kurzform in Namen und Bezeichnungen. *Wir treffen uns am Ausgang Ost.*
- Politisch-historisch: der Ostblock, die DDR. *Der Gegensatz von Ost und West prägte Jahrzehnte.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Ost | selten mit Artikel |
| Langform | der Osten | mit Artikel üblich |
| Adjektiv | östlich, ostwärts | „östlich von Wien“ |
| Abkürzung | O | international oft E (east) |
| Komposita | Ostwind, Ostküste, Ostdeutschland | Bindestrich bei Namen: Berlin-Ost |
Ost in Beispielsätzen
- Morgen weht ein frischer Wind aus Ost bis Nordost.Wetterbericht: ohne Artikel.
- Menschen aus Ost und West feierten gemeinsam den Mauerfall.Feste Paarformel.
- Der Zug fährt in Richtung Ost ab.Verkehrssprache, Schilder.
Woher das Wort kommt
Ost geht auf althochdeutsch *ōstar* „nach Osten, ostwärts“ zurück und ist mit englisch *east* verwandt. Die indogermanische Wurzel bedeutet „leuchten, Morgenröte“ – der Osten ist also die Richtung, aus der das Licht kommt. Mit derselben Wurzel hängen lateinisch *aurora* „Morgenröte“ und vermutlich auch das Wort Ostern zusammen, dessen Herkunft im Einzelnen aber umstritten ist.
Wann sagt man Ost, wann Osten?
Ost steht meist ohne Artikel für die reine Richtung oder in Komposita. Osten mit Artikel bezeichnet häufiger eine Region: „im Osten Deutschlands“.
Schreibt man Ost groß?
Ja, als Substantiv immer groß. Das Adjektiv „östlich“ dagegen klein.