Was ist Honig? Das süße Werk der Bienen
Honig ist ein süßer, zähflüssiger Stoff, den Bienen aus Blütennektar oder Honigtau herstellen und in Waben speichern. Der Mensch nutzt ihn als Brotaufstrich, zum Süßen und als Hausmittel.
Honig war jahrtausendelang das wichtigste Süßungsmittel der Menschen, lange bevor Rübenzucker billig wurde. Eine Biene sammelt dafür Nektar, reichert ihn mit Enzymen an und lässt das Wasser verdunsten. Für ein einziges Glas Honig fliegen Bienen zusammengenommen viele tausend Kilometer. Weil Honig sehr wenig Wasser enthält, verdirbt er bei guter Lagerung praktisch nicht.
- Süßer Stoff der Bienen. *Zum Frühstück gibt es Brot mit Honig.*
- Etwas Angenehmes, Schmeichelndes (übertragen). *Seine Worte waren reiner Honig.*
Formen und Sorten
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Honig | maskulin |
| Genitiv | des Honigs | |
| Plural | die Honige | nur für Sorten |
| Sorten | Blütenhonig, Waldhonig, Akazienhonig | nach Herkunft |
| Komposita | Honigbiene, Honigmelone, Honigkuchen | häufig |
Beispiele
- Der Honig ist fest geworden.Das Kristallisieren ist natürlich; im warmen Wasserbad wird er wieder flüssig.
- Hör auf, mir Honig ums Maul zu schmieren!Umgangssprachlich: jemandem schmeicheln, um etwas zu erreichen.
- In Österreich nennt man Honigkuchen oft Lebkuchen.Auch in Deutschland ist Lebkuchen üblicher; Honigkuchen betont die Zutat.
Redewendungen
- jemandem Honig ums Maul (um den Bart) schmieren – ihm schmeicheln, meist mit Hintergedanken.
- Land, wo Milch und Honig fließen – aus der Bibel; ein Ort des Überflusses.
- Honigkuchenpferd – wer *grinst wie ein Honigkuchenpferd*, strahlt übers ganze Gesicht.
- Honigmond – alte Lehnübersetzung von englisch *honeymoon*, heute meist *Flitterwochen*.
Kann Honig schlecht werden?
Kaum. Wegen seines hohen Zuckergehalts und geringen Wassergehalts verdirbt Honig luftdicht und kühl gelagert praktisch nicht; er kann aber kristallisieren oder bei Feuchtigkeit gären.
Warum sollen Babys keinen Honig essen?
Honig kann Sporen eines Bakteriums enthalten, die für Säuglinge im ersten Lebensjahr gefährlich sein können.