Beifall oder Applaus? Wie man Zustimmung zeigt

Beifall ist die Zustimmung des Publikums, meist durch Klatschen. Im übertragenen Sinn bedeutet das Wort Zustimmung oder Anerkennung allgemein.

Wenn der Vorhang fällt, beginnt der Beifall. Beifall ist das schönste Geräusch, das ein Saal machen kann. Man kann ihn spenden, ernten oder zollen. Das Wort ist deutsch, während Applaus aus dem Lateinischen stammt – sonst bedeuten beide fast dasselbe.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Beifallmaskulin
Genitivdes Beifallsauch des Beifalles
Plural–kein Plural üblich
Adjektivbeifälligzustimmend
KompositaBeifallssturm, Beifallsruf, Zwischenbeifallgehoben

Beispiele

Herkunft

*Beifall* geht auf mittelhochdeutsch *bīval* zurück. Gemeint war ursprünglich, jemandem „beizufallen“, also sich auf seine Seite zu stellen – etwa in einem Streit oder bei einer Abstimmung. Erst später wurde daraus das Klatschen im Theater. Darum kann man auch heute noch einem Plan Beifall zollen, ohne die Hände zu bewegen. In Parlamentsprotokollen wird genau festgehalten, welche Fraktion Beifall spendet.

Was ist der Unterschied zwischen Beifall und Applaus?

Kaum einer: Applaus ist das Fremdwort, Beifall das deutsche Wort. Beifall kann zusätzlich allgemeine Zustimmung bedeuten.

Hat Beifall einen Plural?

Nein, das Wort wird nur im Singular verwendet.

Quellen

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