Was ist der Alltag? Das Gewöhnliche zwischen den Festtagen

Der Alltag ist das gewöhnliche, sich wiederholende tägliche Leben mit seinen Pflichten und Gewohnheiten, im Gegensatz zu Fest-, Feier- und Urlaubstagen.

Der Alltag ist das, was bleibt, wenn der Urlaub vorbei ist: Wecker, Arbeit, Einkauf, Abendessen. Gerade weil der Alltag unscheinbar ist, prägt er unser Leben stärker als jedes Fest. Das Wort klingt schlicht, wird aber in Soziologie und Kulturwissenschaft intensiv untersucht, etwa in der Frage, wie Menschen früherer Jahrhunderte gewohnt, gegessen und gearbeitet haben.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusder Alltagmaskulin
Genitivdes Alltagsauch: Alltages
Plural(die Alltage)sehr selten
Adjektivealltäglich, alltags„alltags“ als Adverb
KompositaAlltagssprache, Alltagsheld, Berufsalltagsehr produktiv

Beispielsätze

Wortbildung

*Alltag* ist eine Zusammenrückung aus *all* und *Tag*: Gemeint war ursprünglich der Tag, wie er alle Tage ist, also der Werktag im Gegensatz zum Sonn- oder Feiertag. Im 19. und 20. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zum gesamten gewöhnlichen Leben. Typische Komposita sind *Alltagskultur*, *Alltagstrott* und *alltagstauglich*. Gegenwörter sind *Feiertag*, *Fest* und *Ausnahmezustand*.

Schreibt man „alltags“ groß oder klein?

Als Adverb klein: *alltags und sonntags*. Das Substantiv *der Alltag* schreibt man groß.

Was bedeutet „alltagstauglich“?

Für den gewöhnlichen täglichen Gebrauch geeignet, etwa *alltagstaugliche Schuhe*.

Quellen

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