Ära: wenn ein Zeitabschnitt einen Namen bekommt
Eine Ära ist ein längerer, durch eine Person, ein Ereignis oder eine Entwicklung geprägter Zeitabschnitt. Man spricht etwa von der Ära Adenauer oder der digitalen Ära.
Ära ist ein gehobenes Wort für einen Zeitabschnitt, der durch etwas Bestimmtes geprägt ist. Oft folgt der Name einer Person ohne Genitiv: die Ära Merkel. Eine Ära endet meist nicht am Kalender, sondern mit einem Abschied: wenn ein Trainer geht, eine Kanzlerin abtritt oder eine Technik verschwindet.
- Von etwas geprägter Zeitabschnitt. *Mit seinem Rücktritt ging eine Ära zu Ende.*
- Zeitrechnung von einem festen Punkt an. *Die christliche Ära beginnt mit Christi Geburt.*
- Geologisch: Erdzeitalter. *Die Dinosaurier lebten in der Ära des Mesozoikums.*
Formen und Gebrauch
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | die Ära | Femininum |
| Genitiv | der Ära | unverändert |
| Plural | die Ären | selten gebraucht |
| Mit Namen | die Ära Kohl | Name im Nominativ |
| Synonyme | Epoche, Zeitalter | ähnlich |
Ära in Beispielsätzen
- Die Ära des Röhrenfernsehers ist vorbei.Häufig für technische Entwicklungen.
- In der Ära Adenauer wuchs die westdeutsche Wirtschaft rasant.Name ohne Artikel und ohne Genitiv-s.
- Das Finale markierte das Ende einer Ära.Feste Wendung „Ende einer Ära“.
Herkunft
Das Wort kommt aus spätlateinisch *aera* „Zeitrechnung, Epoche“. Ursprünglich war *aera* ein Plural von *aes* „Erz, Kupfermünze“ und bedeutete „gegebene Zahl, Rechenposten“. Aus dem Rechnen mit Zahlen wurde das Zählen von Jahren, und so entstand die Bedeutung „Zeitrechnung“. Ähnlich ist die Epoche, die stärker einen Wendepunkt meint; eine Phase ist dagegen kürzer und weniger feierlich. Für die eigene Zeit sagt man oft „unsere Ära“.
Wie lautet der Plural von Ära?
Die Ären. Er wird selten gebraucht; oft weicht man auf Epochen oder Zeitalter aus.
Schreibt man Ära oder Aera?
Ära. Nur wenn keine Umlaute verfügbar sind, schreibt man ersatzweise Aera.