Ära: wenn ein Zeitabschnitt einen Namen bekommt

Eine Ära ist ein längerer, durch eine Person, ein Ereignis oder eine Entwicklung geprägter Zeitabschnitt. Man spricht etwa von der Ära Adenauer oder der digitalen Ära.

Ära ist ein gehobenes Wort für einen Zeitabschnitt, der durch etwas Bestimmtes geprägt ist. Oft folgt der Name einer Person ohne Genitiv: die Ära Merkel. Eine Ära endet meist nicht am Kalender, sondern mit einem Abschied: wenn ein Trainer geht, eine Kanzlerin abtritt oder eine Technik verschwindet.

Formen und Gebrauch

FormWortHinweis
Genus + Artikeldie ÄraFemininum
Genitivder Äraunverändert
Pluraldie Ärenselten gebraucht
Mit Namendie Ära KohlName im Nominativ
SynonymeEpoche, Zeitalterähnlich

Ära in Beispielsätzen

Herkunft

Das Wort kommt aus spätlateinisch *aera* „Zeitrechnung, Epoche“. Ursprünglich war *aera* ein Plural von *aes* „Erz, Kupfermünze“ und bedeutete „gegebene Zahl, Rechenposten“. Aus dem Rechnen mit Zahlen wurde das Zählen von Jahren, und so entstand die Bedeutung „Zeitrechnung“. Ähnlich ist die Epoche, die stärker einen Wendepunkt meint; eine Phase ist dagegen kürzer und weniger feierlich. Für die eigene Zeit sagt man oft „unsere Ära“.

Wie lautet der Plural von Ära?

Die Ären. Er wird selten gebraucht; oft weicht man auf Epochen oder Zeitalter aus.

Schreibt man Ära oder Aera?

Ära. Nur wenn keine Umlaute verfügbar sind, schreibt man ersatzweise Aera.

Quellen

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