Warum sind Zeit und das englische „tide“ verwandt?

Zeit ist der fortlaufende Ablauf, in dem Ereignisse nacheinander geschehen und gemessen werden. Das Wort bezeichnet außerdem einen Zeitpunkt, einen Zeitraum oder eine Epoche.

Zeit ist eines der häufigsten Substantive im Deutschen. Man hat sie, verliert sie, schlägt sie tot oder nimmt sie sich. Das Wort meint den messbaren Ablauf ebenso wie eine bestimmte Epoche. Die Gezeiten, also Ebbe und Flut, tragen die Zeit schon im Namen.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikeldie ZeitFemininum
Genitivder Zeitunverändert
Pluraldie Zeiten„in schweren Zeiten“
Adjektivzeitig, zeitlich„zeitig“ = früh
KompositaFreizeit, Uhrzeit, ZeitungZeitung hieß einst „Nachricht“

Zeit in Beispielsätzen

Herkunft

Zeit geht auf althochdeutsch *zīt* zurück und bedeutete ursprünglich „Abgeteiltes, Abschnitt“. Mit dem englischen *tide* teilt es dieselbe germanische Wurzel; im Englischen verengte sich das Wort auf den Wechsel von Ebbe und Flut, während es im Deutschen den allgemeinen Sinn behielt. Gemessen wird die Zeit mit der Uhr, in Einheiten wie der Stunde.

Schreibt man „zurzeit“ oder „zur Zeit“?

Im Sinn von „momentan“ schreibt man zusammen: „zurzeit“. Getrennt steht es nur mit Genitivergänzung: „zur Zeit Goethes“.

Was bedeutet „Zeit ist Geld“?

Wer Zeit verschwendet, verliert Geld oder Chancen. Die Wendung geht auf Benjamin Franklins „Time is money“ zurück.

Quellen

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