Psyche: Seele, Geist und das Innenleben des Menschen

Die Psyche ist die Gesamtheit des seelischen und geistigen Lebens eines Menschen: Gefühle, Gedanken, Wahrnehmung und Antrieb. In der griechischen Sage ist Psyche außerdem die Geliebte des Eros.

Wenn jemand sagt, Stress schlage ihm „auf die Psyche“, meint er sein Innenleben. Die Psyche umfasst alles, was wir fühlen, denken und wollen – das, was man früher meist Seele nannte. Die Psyche lässt sich nicht röntgen, aber sie beeinflusst den ganzen Körper. Die Wissenschaft von ihr ist die Psychologie, die Heilkunde die Psychiatrie.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie PsycheFemininum
Genitivder Psycheunverändert
Pluraldie Psychenselten
Adjektivpsychischseelisch
WortfamiliePsychologie, Psychiater, Psychotherapiegriech. psychē

Psyche im Satz

Ein Hauch, ein Schmetterling

Griechisch *psychē* bedeutete zunächst „Atem, Hauch“, dann „Leben“ und „Seele“ – der letzte Atemzug galt als die entweichende Seele. Dasselbe Wort bezeichnete im Griechischen auch den Schmetterling. Deshalb trägt Psyche in Kunstwerken Flügel. In der Erzählung des Apuleius gewinnt sie nach vielen Prüfungen den Liebesgott Amor (Eros) und wird unsterblich.

Wie spricht man Psyche aus?

Mit hörbarem p und ü-Laut: [ˈpsyːçə], also „Psü-che“.

Was ist der Unterschied zwischen psychisch und psychologisch?

„Psychisch“ betrifft die Seele selbst („psychische Probleme“), „psychologisch“ die Wissenschaft oder Methode („ein psychologisches Gutachten“).

Quellen

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