Was ist ein Werwolf? Mensch, Wolf und Vollmond

Ein Werwolf ist eine Sagengestalt: ein Mensch, der sich – meist bei Vollmond – in einen Wolf oder ein wolfsähnliches Wesen verwandelt.

Der Werwolf ist eine der bekanntesten Gestalten der europäischen Sage. Tagsüber ein gewöhnlicher Mensch, nachts ein reißendes Tier. Das Unheimliche am Werwolf ist nicht der Wolf, sondern der Mensch, der in ihm steckt. Heute lebt er vor allem in Romanen, Filmen und Partyspielen weiter.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Werwolfmaskulin
Genitivdes Werwolfs / Werwolfesbeide möglich
Pluraldie Werwölfemit Umlaut
Femininumdie Werwölfinselten
VerwandtesLykanthropieFachwort für die Verwandlung

Beispiele

Herkunft: Was bedeutet „Wer-“?

Die Vorsilbe *wer-* ist kein Fragewort. Sie geht auf althochdeutsch *wer* „Mann, Mensch“ zurück, verwandt mit lateinisch *vir*. Ein Werwolf ist also wörtlich ein „Mannwolf“. Dasselbe Wort steckt noch in *Wergeld*, dem Sühnegeld für einen getöteten Menschen im germanischen Recht. In der frühen Neuzeit wurden Menschen in Werwolfprozessen ähnlich wie in Hexenprozessen angeklagt. Verwandte Schreckgestalten sind der Vampir und die Hexe.

Warum verwandelt sich der Werwolf bei Vollmond?

Das ist vor allem ein Motiv aus Literatur und Film des 19. und 20. Jahrhunderts. Ältere Sagen kennen auch Verwandlungen durch einen Gürtel aus Wolfsfell oder einen Fluch.

Wie lautet der Plural?

Die Werwölfe – wie beim einfachen Wolf.

Quellen

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