Werft: wo Schiffe gebaut und repariert werden

Eine Werft ist ein Betrieb, in dem Schiffe gebaut, umgebaut und repariert werden. Auch für Flugzeuge gibt es Werften, in denen sie gewartet werden.

Die Werft ist ein Ort für Riesen: Hier entstehen Containerschiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe, die später Jahrzehnte über die Meere fahren. Ein Schiff wird nicht geboren, es läuft in der Werft vom Stapel. Werften liegen deshalb immer am Wasser, oft in einem Hafen oder an einer Flussmündung.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Werftfeminin
Genitivder Werftunverändert
Pluraldie WerftenEndung -en
Personder WerftarbeiterBerufsbezeichnung
KompositaSchiffswerft, Flugzeugwerft, Werftindustriefachsprachlich

Beispielsätze

Herkunft

„Werft“ kommt aus dem Niederdeutschen und Niederländischen (*werf*) und gelangte über die Seefahrt ins Hochdeutsche. Es wird meist mit dem Verb *werben* im alten Sinn von „sich drehen, sich bemühen, tätig sein“ verbunden und bezeichnete ursprünglich einen Arbeitsplatz oder aufgeschütteten Platz am Ufer. Deshalb klingt es so norddeutsch: Die großen deutschen Werftstandorte lagen und liegen an Nord- und Ostsee, etwa in Hamburg, Bremen, Kiel und Rostock. Das Englische nutzt ein ganz anderes Wort: *shipyard*.

Gibt es auch Werften für Flugzeuge?

Ja. Wartungsbetriebe für Flugzeuge heißen ebenfalls Werft, etwa die Lufthansa-Werft in Hamburg.

Was heißt „vom Stapel laufen“?

Ein neu gebautes Schiff gleitet von der Helling, dem Bauplatz, ins Wasser. Übertragen sagt man es von Projekten, die beginnen.

Quellen

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