Salon: Empfangszimmer, Friseurgeschäft, Ort der Debatte

Ein Salon ist ursprünglich ein großer, eleganter Empfangsraum. Heute heißen so auch Geschäfte für Schönheitspflege, etwa ein Friseursalon, sowie Kunstausstellungen und gesellige Gesprächskreise.

Der Salon hat einen eleganten Klang, auch wenn er heute oft nur ein Friseurgeschäft bezeichnet. Ursprünglich war er der schönste Raum eines Hauses, in dem Gäste empfangen wurden. Im 19. Jahrhundert wurden einige Berliner Salons zu Orten, an denen Gedanken entstanden, die Europa bewegten. Ausgesprochen wird das Wort französisch: „Sa-lõ“, oft auch eingedeutscht „Sa-long“.

Formen und Ableitungen

MerkmalFormHinweis
Genusder Salonmaskulin
Genitivdes Salonsmit -s
Pluraldie SalonsAussprache mit stimmhaftem s
Adjektivsalonfähiggesellschaftlich akzeptabel
KompositaKosmetiksalon, SalonwagenGeschäft bzw. Luxuswaggon

Beispiele

Die Berliner Salons

Um 1800 luden gebildete Frauen in Berlin wie Rahel Varnhagen und Henriette Herz regelmäßig zu Gesprächsabenden ein. In ihren Salons trafen sich Adlige, Bürger, Künstler und Gelehrte, Christen und Juden – Standesgrenzen spielten für einige Stunden kaum eine Rolle. Das war für die Zeit ungewöhnlich. Das Wort stammt vom französischen *salon*, das seinerseits auf italienisch *salone* „großer Saal“ zurückgeht. Das Adjektiv *salonfähig* beschreibt bis heute, was in guter Gesellschaft gesagt werden darf.

Wie spricht man Salon aus?

Französisch mit nasaliertem o am Ende; im Alltag ist auch „Salong“ verbreitet. Im Süden hört man teils „Salohn“.

Was bedeutet salonfähig?

Gesellschaftlich akzeptiert oder vorzeigbar. Oft wird es kritisch gebraucht, wenn Fragwürdiges akzeptiert wird.

Quellen

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