Sünde – zwischen Kirche, Kuchen und Kalorien

Eine Sünde ist im religiösen Sinn ein Verstoß gegen göttliche Gebote; im Alltag auch ein kleines Vergehen oder eine bewusste Unvernunft.

Ursprünglich gehört die Sünde in die Sprache der Kirche: ein Verstoß gegen das Gebot Gottes. Im Alltag ist das Wort viel leichter geworden. Wer ein Stück Torte „eine Sünde wert“ findet, plant keinen Frevel, sondern einen Genuss.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Sündeeine schwere Sünde
Genitivder Sündeder Lohn der Sünde
Pluraldie Sündenalte Sünden
Personder Sünder / die Sünderinein reuiger Sünder
Verb / Adjektivsündigen / sündhaftsündhaft teuer

Beispielsätze

Der Sündenbock

Das Wort geht auf das Alte Testament zurück (3. Buch Mose, Kapitel 16). Am Versöhnungstag legte der Hohepriester die Sünden des Volkes symbolisch auf einen Ziegenbock, der dann in die Wüste geschickt wurde. So wurde ein Tier zum Bild für jeden, der stellvertretend die Schuld tragen muss. Martin Luthers Bibelübersetzung trug viel zur Verbreitung im Deutschen bei.

Was sind die sieben Todsünden?

Nach christlicher Tradition: Hochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit.

Was ist der Unterschied zwischen Sünde und Schuld?

Sünde ist ein religiöser oder moralischer Begriff; Schuld kann auch rein rechtlich oder finanziell gemeint sein.

Quellen

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