Wanne: Das große, offene Gefäß – nicht nur fürs Bad

Eine Wanne ist ein großes, längliches und offenes Gefäß, meist eine Badewanne. Das Wort bezeichnet auch flache Behälter in Technik und Haushalt sowie eine Mulde im Gelände.

Bei der Wanne denken die meisten sofort an die Badewanne: ein warmes Bad mit Schaum nach einem langen Tag. Eine Wanne voll heißem Wasser ist für viele die einfachste Form von Urlaub. Doch das Wort ist vielseitiger: In Autos fängt die Ölwanne das Motoröl auf, im Fotolabor schwimmen Abzüge in Entwicklerwannen.

Formen und Zusammensetzungen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Wannefeminin
Genitivder Wanneunverändert
Pluraldie Wannen
Diminutivdas Wännchenselten
KompositaBadewanne, Duschwanne, Ölwanne, Wannenbad

Beispielsätze

Herkunft: vom Getreide zum Bad

Die Wanne hat eine überraschende Vorgeschichte. Das althochdeutsche *wanna* stammt aus dem lateinischen *vannus*, einer flachen Getreideschwinge: einem korbartigen Gerät, mit dem Bauern Korn in die Luft warfen, damit der Wind die leichte Spreu davontrug. Aus diesem flachen, länglichen Korb wurde mit der Zeit allgemein ein großes, offenes Gefäß. Die Badewanne im heutigen Sinn verbreitete sich erst mit dem fließenden Wasser in den Wohnungen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Was ist der Unterschied zwischen Wanne und Becken?

Eine Wanne ist länglich und meist beweglich oder eingebaut im Bad; ein Becken ist allgemeiner und kann rund, groß oder fest gemauert sein.

Warum heißt ein Polizeiwagen „Wanne“?

Der umgangssprachliche Name spielt auf den kastenförmigen Aufbau der Mannschaftswagen an.

Quellen

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