Verlag – das Unternehmen, das Bücher und Zeitungen herausbringt

Ein Verlag ist ein Unternehmen, das Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Noten oder digitale Inhalte auswählt, bearbeitet, herstellen lässt und vertreibt. Wer einen Verlag führt, heißt Verleger.

Hinter fast jedem Buch im Laden steht ein Verlag. Er sucht Manuskripte aus, lässt sie lektorieren, gestalten und drucken und sorgt dafür, dass sie in den Handel kommen. Eine Autorin schreibt also das Werk, der Verlag macht es öffentlich. Ein Verlag druckt nicht selbst – er trägt das Risiko, dass sich das Gedruckte verkauft. Das Drucken übernimmt meist eine Druckerei.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder VerlagMaskulinum
Genitivdes Verlag(e)sbeide Formen
Pluraldie Verlage-e
Personder Verleger / die VerlegerinInhaber, Leiter
KompositaBuchverlag, Zeitungsverlag, Selbstverlag„im Selbstverlag erschienen“

Verlag im Satz

Woher das Wort kommt

*Verlag* gehört zum Verb *verlegen* im alten Sinn von „Geld vorlegen, vorschießen“. Im Spätmittelalter streckten Kaufleute Handwerkern Rohstoffe und Geld vor und verkauften danach die Waren. Ein Verleger war also ursprünglich jemand, der Kosten vorstreckte – genau das tut ein Buchverlag bis heute. Das gleichlautende *verlegen* „schüchtern“ ist ein anderes Wort.

Was ist der Unterschied zwischen Verlag und Druckerei?

Der Verlag wählt Inhalte aus, finanziert und vermarktet sie. Die Druckerei stellt die gedruckten Exemplare technisch her.

Was bedeutet „im Selbstverlag“?

Der Autor bringt sein Werk ohne Verlag heraus und trägt Kosten und Vertrieb selbst; heute oft „Self-Publishing“ genannt.

Quellen

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