Duell: Zweikampf mit Regeln – vom Degen bis zum TV-Duell

Ein Duell ist ein Zweikampf zwischen zwei Personen nach festen Regeln, historisch meist mit Waffen zur Klärung einer Ehrensache. Heute bezeichnet es jeden direkten Wettstreit zweier Gegner.

Das Duell war jahrhundertelang ein tödliches Ritual: Zwei Männer, zwei Waffen, Sekundanten und ein Morgen im Nebel. Heute duellieren sich vor allem Sportler und Politiker. Ein Duell ist immer ein Kampf eins gegen eins – alle anderen schauen nur zu. Das macht das Wort für Medien so attraktiv.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Duellneutrum
Genitivdes Duells-s
Pluraldie Duelle-e
Verbsich duellierenduellierte sich, hat sich duelliert
Personder Duellantschwache Deklination

Beispiele

Herkunft und Geschichte

*Duell* kam im 17. Jahrhundert über französisch *duel* ins Deutsche. Zugrunde liegt lateinisch *duellum*, die altlateinische Form von *bellum* „Krieg“. Weil *duellum* an *duo* „zwei“ erinnerte, verstand man es im Mittelalter als Kampf zwischen zweien – eine Umdeutung, die bis heute wirkt. Das Ehrenduell war in Deutschland trotz Verboten bis ins frühe 20. Jahrhundert unter Offizieren und Studenten verbreitet. Der Herausgeforderte durfte die Waffe wählen. Mit dem Wort ist der Gegner immer schon eingebaut.

Was ist ein Sekundant?

Ein Beistand, der beim Duell für Regeln und Ablauf sorgte, oft auch versuchte, den Streit vorher noch beizulegen.

Was ist der Unterschied zwischen Duell und Zweikampf?

Inhaltlich kaum einer. *Duell* klingt formeller und betont das Ritual, *Zweikampf* ist das deutsche Wort, besonders im Fußball üblich.

Quellen

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