Tang: Braunalgen am Strand und auf dem Teller

Tang ist ein Sammelbegriff für große Meeresalgen, vor allem Braunalgen, die am Meeresgrund oder an Felsen wachsen und oft an die Küste gespült werden. Meist spricht man von Seetang.

Wer im Sommer an der Nordsee spazieren geht, tritt oft auf Tang: dunkle, glitschige Pflanzen, die das Meer an den Strand gespült hat. Botanisch handelt es sich um große Algen, vor allem Braunalgen. Manche Tangarten bilden unter Wasser regelrechte Wälder, die mehrere Dutzend Meter hoch werden können. In Asien landet Tang regelmäßig auf dem Teller, etwa als Nori beim Sushi.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder TangMaskulinum
Genitivdes Tang(e)sbeide möglich
Pluraldie Tangenur für Arten
Kompositumder Seetanghäufigste Form
WeitereBlasentang, Zuckertang, RiementangArtnamen

Tang im Satz

Ein Wort von der Küste

*Tang* kam aus den skandinavischen Sprachen ins Deutsche; dänisch und norwegisch heißt es bis heute *tang*. Das Wort war lange vor allem an der Küste gebräuchlich. Aus Tang wurde früher Soda und später Jod gewonnen – Tangasche war ein wichtiger Rohstoff für die Glasherstellung. Heute dienen Tangextrakte als Verdickungsmittel, etwa Alginat in Speiseeis.

Ist Tang eine Pflanze?

Im Alltag ja. Wissenschaftlich gehören Braunalgen nicht zu den Landpflanzen, sondern bilden eine eigene Gruppe von Algen.

Ist Tang essbar?

Viele Arten ja, etwa Nori, Wakame oder Kombu. Wegen des hohen Jodgehalts sollte man aber nicht zu viel davon essen.

Quellen

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