Tang: Braunalgen am Strand und auf dem Teller
Tang ist ein Sammelbegriff für große Meeresalgen, vor allem Braunalgen, die am Meeresgrund oder an Felsen wachsen und oft an die Küste gespült werden. Meist spricht man von Seetang.
Wer im Sommer an der Nordsee spazieren geht, tritt oft auf Tang: dunkle, glitschige Pflanzen, die das Meer an den Strand gespült hat. Botanisch handelt es sich um große Algen, vor allem Braunalgen. Manche Tangarten bilden unter Wasser regelrechte Wälder, die mehrere Dutzend Meter hoch werden können. In Asien landet Tang regelmäßig auf dem Teller, etwa als Nori beim Sushi.
- Große Meeresalgen, Seetang. *Am Ufer liegt ein dicker Streifen Tang.*
- Tang als Nahrungsmittel. *Die Suppe wird mit getrocknetem Tang gewürzt.*
- Eigenname: chinesische Tang-Dynastie (618–907). *Die Tang-Zeit gilt als Blüte der chinesischen Dichtung.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Tang | Maskulinum |
| Genitiv | des Tang(e)s | beide möglich |
| Plural | die Tange | nur für Arten |
| Kompositum | der Seetang | häufigste Form |
| Weitere | Blasentang, Zuckertang, Riementang | Artnamen |
Tang im Satz
- Die Kinder sammeln Tang und Muscheln.Stoffname, meist ohne Artikel und ohne Plural.
- Früher düngten Bauern ihre Felder mit Seetang.Historisch an Nord- und Ostseeküste verbreitet.
- Der Blasentang hat kleine luftgefüllte Bläschen.Sie halten die Alge im Wasser aufrecht.
Ein Wort von der Küste
*Tang* kam aus den skandinavischen Sprachen ins Deutsche; dänisch und norwegisch heißt es bis heute *tang*. Das Wort war lange vor allem an der Küste gebräuchlich. Aus Tang wurde früher Soda und später Jod gewonnen – Tangasche war ein wichtiger Rohstoff für die Glasherstellung. Heute dienen Tangextrakte als Verdickungsmittel, etwa Alginat in Speiseeis.
Ist Tang eine Pflanze?
Im Alltag ja. Wissenschaftlich gehören Braunalgen nicht zu den Landpflanzen, sondern bilden eine eigene Gruppe von Algen.
Ist Tang essbar?
Viele Arten ja, etwa Nori, Wakame oder Kombu. Wegen des hohen Jodgehalts sollte man aber nicht zu viel davon essen.