Strahl: Licht, Wasser und eine Linie ohne Ende

Ein Strahl ist ein schmales Bündel von Licht oder Energie, das sich gerade ausbreitet, oder ein gebündelter Flüssigkeitsstrom. In der Geometrie ist er eine Halbgerade.

Morgens fällt ein Strahl der Sonne durchs Fenster, mittags spritzt ein Strahl aus dem Gartenschlauch. Ein Strahl hat einen Anfang und eine Richtung – aber kein Ende. Genau so definiert ihn auch die Mathematik.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusder Strahlmaskulin
Genitivdes Strahls / Strahlesbeide korrekt
Pluraldie Strahlenschwache Endung
Verbstrahlenauch: glücklich aussehen
AbgeleitetStrahlung, Strahler, strahlendhäufig

Beispiele

Herkunft: einst ein Pfeil

Wer einen Strahl betrachtet, sieht eine gerade, gerichtete Linie – und genau das war das Wort ursprünglich: Althochdeutsch *strāla* bedeutete Pfeil. Auch der Blitz wurde bildhaft so genannt, weil er wie ein Geschoss vom Himmel fährt; davon zeugt das alte Wort *Wetterstrahl*. Erst später übertrug man das Bild auf Licht. Verwandte Wörter in slawischen Sprachen, etwa russisch *strela* „Pfeil“, bewahren die alte Bedeutung bis heute.

Was ist der Unterschied zwischen Strahl und Strahlung?

Der Strahl ist ein einzelnes, gerichtetes Bündel; Strahlung ist der allgemeine physikalische Vorgang, etwa Wärme- oder radioaktive Strahlung.

Wie lautet der Plural?

Die Strahlen, nicht „die Strahle“.

Quellen

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