Was ist ein Portal? Prachttor, Website und Tor in andere Welten

Ein Portal ist ein großes, oft prächtig gestaltetes Tor oder Eingang, etwa einer Kirche. Übertragen bezeichnet es eine Website, die als Einstieg zu vielen Inhalten oder Diensten dient.

Das Portal ist mehr als eine gewöhnliche Tür: Es ist ein Eingang, der Eindruck machen soll. Gotische Kathedralen empfangen ihre Besucher mit Portalen voller Figuren. Ein Portal sagt schon von außen: Hier betritt man etwas Besonderes. Im Internetzeitalter wurde daraus der digitale Eingang.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Portalneutrum
Genitivdes Portals-s
Pluraldie Portale-e
KompositaKirchenportal, HauptportalArchitektur
KompositaJobportal, Bürgerportal, KundenportalInternet

Beispiele

Herkunft

*Portal* geht auf mittellateinisch *portale* zurück, abgeleitet von lateinisch *porta* „Tor, Tür“. Dieselbe Wurzel steckt in *Pforte*, das schon früh ins Althochdeutsche entlehnt wurde, und in *Portier*, dem Türhüter eines Hotels. Die Bedeutung „Webportal“ kam in den 1990er-Jahren aus dem Englischen dazu, als Suchmaschinen und Anbieter wie Yahoo sich als Startseiten ins Netz verstanden. Ein Portal ist also immer ein Eingang – nur das Gebäude dahinter hat sich geändert.

Was ist der Unterschied zwischen Portal und Tor?

Ein Tor ist ein großer Durchgang, etwa in einer Mauer oder Einfahrt. Ein Portal ist ein architektonisch betonter Haupteingang, meist an Kirchen, Schlössern oder repräsentativen Bauten.

Was ist ein Webportal?

Eine Website, die viele Inhalte oder Dienste an einem Ort bündelt, etwa Nachrichten, E-Mail und Suche, oder alle Stellenanzeigen einer Region.

Quellen

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