Was ist ein Pferd? Das Reittier und seine Sprachgeschichte

Das Pferd ist ein großes, schnelles Huftier, das seit Jahrtausenden als Reit-, Zug- und Arbeitstier dient. Im Turnen und Schach bezeichnet das Wort auch Geräte und Figuren.

Das Pferd hat die Geschichte der Menschen geprägt: Landwirtschaft, Reisen, Kriege. Pferdestärke – PS – misst bis heute die Kraft von Motoren. Das deutsche Wort hat einen überraschenden Ursprung im römischen Postwesen.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Pferdneutrum
Genitivdes Pferdes / des Pferdsbeide korrekt
Pluraldie Pferdekein Umlaut
Diminutivdas Pferdchenauch: Pony
KompositaRennpferd, Pferdestall, SteckenpferdSteckenpferd = Hobby

Beispielsätze

Vom Postpferd zum Pferd

Das Wort geht auf spätlateinisch *paraveredus* zurück: ein Nebenpferd im römischen Kurierdienst, das auf Nebenstrecken eingesetzt wurde. Daraus wurde althochdeutsch *pfärfrit*, später *Pferd*. Das alte germanische Wort lebt noch in *Ross* fort, das in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz bis heute üblich ist (*Rössli*). Auch französisch *palefroi* (Zelter) stammt aus derselben Quelle. Pferde zogen früher fast jeden Wagen.

Was ist der Unterschied zwischen Pferd und Ross?

Ross ist älter und klingt heute gehoben oder regional. In der Schweiz und in Süddeutschland ist es Alltagswort.

Wie heißen junge Pferde?

Fohlen. Ein weibliches Pferd heißt Stute, ein männliches Hengst, ein kastriertes Wallach.

Quellen

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