Parade: Festzug, Torwartglanztat und Abwehr beim Fechten

Eine Parade ist ein feierlicher Vorbeimarsch, etwa von Truppen oder Festwagen. Im Sport bezeichnet das Wort das Abwehren eines Angriffs, besonders eine Glanztat des Torwarts.

Die Parade hat zwei ganz verschiedene Seiten. Auf der Straße ist sie ein prunkvoller Umzug mit Musik, Fahnen und Uniformen. Im Stadion ist sie der Moment, in dem der Torwart den Ball gerade noch an den Pfosten lenkt. Was beide verbindet, ist das Zeigen: Eine Parade will gesehen werden. Bekannt sind etwa Militärparaden, Karnevalsumzüge oder die Pride-Paraden vieler Städte.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Paradefeminin
Genitivder Paradeunverändert
Pluraldie Paraden
Verbparierenabwehren; auch: gehorchen
KompositaMilitärparade, Glanzparade, Paradebeispiel

Beispielsätze

Herkunft und Redewendung

Das Wort kam im 17. Jahrhundert über das Französische *parade* ins Deutsche. Dahinter stehen zwei Wurzeln: Die Bedeutung „Abwehr“ gehört zu *parer* „abwehren“, die Bedeutung „Schau, Aufmarsch“ zum spanischen *parada* „Halt, Aufstellung“; beide gehen auf lateinisch *parare* „bereiten“ zurück. Bei einer Truppenparade marschieren die Soldaten in Reih und Glied. Die Redewendung jemandem in die Parade fahren stammt aus dem Fechten: Man unterbricht einen anderen mitten in seinem Vorhaben oder widerspricht ihm scharf.

Was bedeutet „jemandem in die Parade fahren“?

Jemanden unterbrechen oder ihm energisch widersprechen, damit er sein Vorhaben nicht ausführen kann.

Was ist ein Paradebeispiel?

Ein besonders typisches, mustergültiges Beispiel für etwas.

Quellen

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