Order oder Befehl? Ein Wort zwischen Militär und Börse

Eine Order ist ein Befehl oder eine Anweisung; im kaufmännischen Bereich bezeichnet sie einen Auftrag oder eine Bestellung, etwa eine Kauforder an der Börse.

Ein Soldat bekommt eine Order, ein Anleger gibt eine Order. Dasselbe Wort steht für einen Befehl von oben und für einen Auftrag an die Bank. Ob man eine Order erteilt oder ausführt, hängt davon ab, auf welcher Seite man steht. Im militärischen Sinn klingt das Wort heute eher altmodisch; an der Börse ist es dagegen Alltagsvokabular.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie OrderFemininum
Genitivder Orderunverändert
Pluraldie Orders / die Ordern„Orders“ v. a. kaufmännisch
Verbordernbestellen
KompositaKauforder, Stop-Loss-Order, OrderbuchBörsensprache

Order im Satz

Herkunft und Redewendung

*Order* kam im 17. Jahrhundert aus dem französischen *ordre* „Befehl, Ordnung“ ins Deutsche, das auf lateinisch *ordo* „Reihe, Ordnung“ zurückgeht. In der Wendung „Order parieren“ stammt *parieren* nicht vom Fechten, sondern von lateinisch *parēre* „gehorchen“. Wer also Order pariert, tut, was man ihm sagt. Das englische *order* hat sich später zusätzlich auf den Börsengebrauch ausgewirkt.

Heißt es Orders oder Ordern?

Beides ist korrekt. Im Handel und an der Börse ist „Orders“ verbreiteter.

Ist „Order“ dasselbe wie „Bestellung“?

Im kaufmännischen Gebrauch ja. Im Alltag sagt man aber eher „Bestellung“; „Order“ wirkt fachsprachlich.

Quellen

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