Mark oder Mark? Drei Wörter, die gleich klingen
„Mark“ ist ein Homonym: die Mark war bis 2001 die deutsche Währung, das Mark ist das weiche Innere von Knochen und Pflanzen, und eine Mark war historisch ein Grenzgebiet.
Hinter Mark verbergen sich mehrere Wörter mit unterschiedlichem Artikel. Wer den Artikel kennt, weiß sofort, was gemeint ist. Etwas, das „durch Mark und Bein“ geht, trifft einen bis ins Innerste.
- Die Mark: frühere Währung. *Das Brot kostete zwei Mark.*
- Das Mark: weiches Gewebe im Inneren. *Das Knochenmark bildet Blutzellen.*
- Das Mark: Fruchtfleisch, Püree. *Für die Suppe braucht man Tomatenmark.*
- Die Mark: historisches Grenzland. *Die Mark Brandenburg.*
Formen
| Bedeutung | Artikel und Genitiv | Plural |
|---|---|---|
| Währung | die Mark, der Mark | die Mark (zehn Mark) |
| Gewebe im Knochen | das Mark, des Mark(e)s | selten |
| Grenzgebiet | die Mark, der Mark | die Marken |
| Kompositum | das Knochenmark | — |
| Kompositum | die D-Mark | — |
Beispielsätze
- Früher hat das nur fünf Mark gekostet.Nach Zahlen bleibt die Währung im Singular: zehn Mark, nicht „zehn Marken“.
- Der Schrei ging mir durch Mark und Bein.Redewendung: tief erschüttern.
- Er ist ein Berliner bis ins Mark.„Bis ins Mark“ heißt: durch und durch.
Wissenswertes zur D-Mark
- Die Deutsche Mark wurde 1948 in den Westzonen eingeführt.
- Eine Mark bestand aus 100 Pfennig.
- Der feste Umrechnungskurs zum Euro betrug 1,95583 Mark.
- Seit 2002 gilt der Euro als Bargeld; alte D-Mark-Scheine und -Münzen tauscht die Bundesbank bis heute unbefristet um.
Heißt es der, die oder das Mark?
Die Mark für Währung und Grenzland, das Mark für das Innere von Knochen und Pflanzen. „Der Mark“ gibt es nur als Genitiv der Währung.
Was bedeutet „Mark“ in Tomatenmark?
Ein eingedicktes Püree aus Tomaten – das Wort ist hier das Mark im Sinn von weichem Inneren.