Lila: Farbe zwischen Rot und Blau – und ihre Grammatik

Lila ist eine Farbe zwischen Rot und Blau, ein helles Violett, benannt nach dem Flieder. Als Adjektiv gilt lila in der Standardsprache als unveränderlich.

Lila ist eine Farbe mit Persönlichkeit: Sie liegt zwischen Rot und Blau und wirkt je nach Ton verspielt oder feierlich. Lila ist die Farbe, über deren Beugung Deutschlehrer am liebsten streiten. Denn im Alltag hört man oft „ein lilanes Kleid“, obwohl das Wörterbuch etwas anderes empfiehlt.

Formen und Gebrauch

MerkmalFormHinweis
WortartAdjektiv / Substantivals Farbname: das Lila
Attributiv (Standard)ein lila Kleidunveränderlich
Umgangssprachlichein lilanes Kleidnicht standardsprachlich
Ausweichformein lilafarbenes Kleidimmer korrekt
Genitiv (Substantiv)des Lilasselten

Beispiele

Herkunft und Grammatiktipp

Das Wort kam über das Französische *lilas* „Flieder“ ins Deutsche; dahinter stehen Arabisch und Persisch *līlak* für die Fliederpflanze. Lila ist also ursprünglich „fliederfarben“. Wie *rosa* und *orange* stammt es von einem Substantiv und gilt deshalb in der Standardsprache als unveränderlich: *ein lila Schal*, nicht *ein lilaner Schal*. Wer beugen will, nimmt *lilafarben*. Zur Abgrenzung: *Violett* ist meist dunkler und blauer, *Lila* heller und rötlicher – die Farbe des Flieders eben.

Darf man „lilane“ sagen?

Umgangssprachlich ist es weit verbreitet, gilt aber in der Standardsprache als nicht korrekt. Sicher ist „lilafarben“.

Ist lila dasselbe wie violett?

Fast. Lila ist meist heller und rötlicher, Violett dunkler und bläulicher.

Quellen

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