Rot sehen, rot werden: die Farbe der starken Gefühle

Rot ist die Farbe von Blut, Feuer und reifen Erdbeeren. Das Adjektiv beschreibt diese Farbe und steht im übertragenen Sinn für Liebe, Wut, Gefahr oder politische Linke.

Rot ist die auffälligste aller Farben. Rot ist die Farbe, die zugleich „Halt!“ und „Ich liebe dich“ sagen kann. Kein Wunder, dass sie in so vielen Redewendungen auftaucht.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Positivroteine rote Ampel
Komparativröter / roterIhr Gesicht wurde noch röter.
Superlativam rötesten / am rotestendie rötesten Tomaten
Nomendas Rotein kräftiges Rot
Ableitungenrötlich, erröten, Röterötliches Haar

Beispiele

Woher kommt der rote Faden?

Johann Wolfgang von Goethe erklärt das Bild in seinem Roman „Die Wahlverwandtschaften“ (1809): In alle Tauwerke der englischen Marine sei ein roter Faden eingesponnen, der sich nicht herauslösen lasse, ohne das Seil aufzulösen. So erkenne man jedes Stück als Eigentum der Krone. Seither steht der rote Faden für den durchgehenden Gedanken. Rot selbst ist eines der ältesten Farbwörter: althochdeutsch *rōt*, verwandt mit englisch *red* und lateinisch *ruber*. Die Verbindung zum Blut ist in vielen Sprachen eng.

Heißt es röter oder roter?

Beide Formen sind korrekt. „Röter“ und „am rötesten“ sind häufiger.

Wann schreibt man „Rot“ groß?

Wenn das Wort als Nomen gebraucht wird: „bei Rot über die Ampel“, „ein leuchtendes Rot“. Als Adjektiv bleibt es klein: „das rote Auto“.

Quellen

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