Küken oder Kücken? Das Junge vom Huhn

Ein Küken ist ein frisch geschlüpftes, junges Huhn oder allgemein ein junger Vogel. Übertragen nennt man so auch den jüngsten oder unerfahrensten Menschen in einer Gruppe.

Gelb, flauschig und kaum größer als ein Ei: So stellt man sich ein Küken vor. Wenige Stunden nach dem Schlüpfen laufen Hühnerküken bereits hinter der Glucke her. Ein Küken muss nichts lernen, um loszulaufen – es kann es einfach. Auch Enten- oder Gänseküken werden so genannt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Kükenneutrum
Genitivdes Kükens-s
Pluraldie Kükenendungslos
Österreichdas Kückenamtliche Schreibung mit ck
KompositaHühnerküken, Gänseküken, Kükenschreddernhäufig

Beispiele

Schreibung und Herkunft

In Deutschland und der Schweiz schreibt man Küken mit langem ü, in Österreich ist Kücken mit kurzem Vokal die übliche Form. Das Wort kam aus dem Niederdeutschen: *kūken* ist eine Verkleinerungsform zu einem Lautwort für Hühner, verwandt mit englisch *chicken* und niederländisch *kuiken*. Das hochdeutsche *Küchlein* für junge Hühner ist dagegen weitgehend verschwunden – und wird heute leicht mit dem kleinen Kuchen verwechselt.

Schreibt man Küken oder Kücken?

In Deutschland und der Schweiz Küken; in Österreich ist Kücken die gängige Schreibung.

Was ist eine Glucke?

Eine Henne, die brütet oder ihre Küken führt; übertragen eine überfürsorgliche Mutter.

Quellen

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