Was ist ein Krümel? Kleine Bröckchen und ein großes Monster
Ein Krümel ist ein kleines, abgebröckeltes Stück, besonders von Brot, Kuchen oder Gebäck. Umgangssprachlich nennt man auch ein kleines Kind liebevoll Krümel.
Nach dem Frühstück liegen sie überall: Krümel auf dem Tisch, im Bett, in der Tastatur. Wo Kuchen gegessen wird, bleiben Krümel – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Wort klingt selbst schon klein und bröselig.
- Kleines Bröckchen von Gebäck. *Sie fegte die Krümel vom Tisch.*
- Winzige Menge. *Davon ist kein Krümel mehr übrig.*
- Kosewort für ein kleines Kind. *Na, du Krümel, willst du auf den Arm?*
- Bodenkunde: kleines Bodenteilchen. *Guter Gartenboden hat eine krümelige Struktur.*
Formen und Wortfamilie
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Krümel | maskulin |
| Genitiv | des Krümels | Endung -s |
| Plural | die Krümel | endungslos |
| Verb | krümeln | er krümelt, krümelte, hat gekrümelt |
| Adjektiv | krümelig | in Krümel zerfallend |
Beispiele
- Krümel bitte nicht so, ich habe gerade gesaugt!Verb krümeln = Krümel verursachen.
- Der Kuchen ist zu trocken, er krümelt.Krümeln auch: in Krümel zerfallen.
- Auf der Hose klebten Kekskrümel.Kompositum: Keks-, Brot-, Kuchenkrümel.
Krümel, Brösel, Bröckchen
- Krümel – kleines Stück, das sich von Gebäck oder Erde löst.
- Brösel – besonders kleine Teilchen; Semmelbrösel sind geriebenes Brot. In Österreich spricht man auch von *Bröseln*, wo man in Norddeutschland *Paniermehl* sagt.
- Krume – das weiche Innere des Brotes, im Gegensatz zur Rinde; davon ist *Krümel* als Verkleinerung abgeleitet.
- Krümelmonster – so heißt das blaue Cookie Monster in der deutschen Sesamstraße.
Wie lautet der Plural von Krümel?
Der Plural lautet die Krümel, ohne Endung.
Woher kommt das Wort Krümel?
Es ist eine Verkleinerungsform zu *Krume*, dem weichen Inneren von Brot.