Krönung: Thron, Höhepunkt – und ironische Steigerung

Eine Krönung ist die feierliche Zeremonie, bei der ein Herrscher die Krone empfängt. Bildlich bezeichnet sie den Höhepunkt oder krönenden Abschluss von etwas; ironisch auch den Gipfel des Ärgers.

Krönung ist das Substantiv zu *krönen* und meint zunächst den feierlichen Akt, bei dem eine Krone aufgesetzt wird. Im Alltag ist „die Krönung“ oft ironisch: Wenn zu allem Unglück noch der Zug ausfällt, ist das die Krönung. Dazwischen liegt der ehrliche Höhepunkt eines gelungenen Abends.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikeldie KrönungFemininum, Endung -ung
Pluraldie Krönungenmit -en
Verbkrönener krönt, krönte, hat gekrönt
Grundwortdie KroneHerrscherzeichen
KompositaKaiserkrönung, Krönungsmesse, KrönungszugKrönung als Grund- und Bestimmungswort

Krönung in Beispielsätzen

Krönungsorte im Reich

Im Heiligen Römischen Reich wurden die deutschen Könige rund sechshundert Jahre lang in Aachen gekrönt, wo Karl der Große begraben liegt. Ab 1562 fanden die Krönungen im Frankfurter Dom statt, zuletzt 1792 bei Franz II. Karl der Große selbst wurde am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Mozarts „Krönungsmesse“ hat ihren Beinamen dagegen erst nachträglich bekommen.

Was bedeutet „Das ist die Krönung“?

Je nach Ton entweder „das Beste daran“ oder ironisch „das Schlimmste von allem“.

Welches Verb gehört dazu?

*Krönen*. Man krönt jemanden zum König oder eine Arbeit mit einem Erfolg. Das Partizip *gekrönt* steckt auch in *preisgekrönt*.

Quellen

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