Was bedeutet Krise? Vom Wendepunkt zur Notlage

Eine Krise ist eine schwierige, oft gefährliche Lage, in der sich entscheidet, wie es weitergeht. Das Wort reicht von der Wirtschaft über die Politik bis zum Privatleben.

Die Krise gehört zu den Wörtern, die in Nachrichten fast täglich auftauchen. Ursprünglich war sie kein Dauerzustand, sondern ein Augenblick: Eine Krise ist der Punkt, an dem sich etwas zum Guten oder zum Schlechten wendet. Heute bezeichnet sie meist eine bedrohliche Phase, in der viele Menschen Sorgen haben.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Krise (feminin)die Krise beginnt
Genitivder Kriseam Ende der Krise
Pluraldie Krisenzwei Krisen zugleich
Adjektivkrisenhaft, krisenfestein krisenfester Beruf
KompositumKrisenstabder Krisenstab tagt

Beispielsätze

Herkunft: vom griechischen „Entscheidung“

Das Wort kam über lateinisch *crisis* und französisch *crise* ins Deutsche. Zugrunde liegt griechisch *krísis*, „Scheidung, Entscheidung“, verwandt mit *krínein*, „trennen, urteilen“. Aus derselben Wurzel stammen *Kritik* und *Kriterium*. In der antiken Medizin war die Krisis der Tag, an dem sich zeigte, ob ein Kranker genas oder starb. Erst später weitete sich die Bedeutung auf Politik und Wirtschaft aus. Bekannte Zusammensetzungen sind *Wirtschaftskrise*, *Ölkrise*, *Finanzkrise* und *Krisengebiet*.

Ist „Krise“ dasselbe wie „Katastrophe“?

Nein. Eine Katastrophe ist bereits eingetreten, eine Krise ist eine offene Lage, die noch gut ausgehen kann. Oft geht es dabei um ein Problem, das sich lösen lässt.

Wie lautet der Plural?

Der Plural ist *die Krisen*, etwa in *mehrere Krisen gleichzeitig*.

Quellen

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