Was bedeutet Kolonie? Von der Siedlung bis zum Ameisenstaat

Eine Kolonie ist ein Gebiet, das von einem fremden Staat beherrscht wird, oder eine Siedlung von Menschen außerhalb ihrer Heimat. In der Biologie heißt eine Gemeinschaft von Lebewesen gleicher Art so.

Das Wort Kolonie hat einen schweren und einen harmlosen Klang. Politisch erinnert es an Eroberung und Ausbeutung, in der Biologie nur an Möwen auf einem Felsen. Am Anfang der Kolonie stand nicht die Herrschaft, sondern der Ackerbau. Das zeigt ihre lateinische Herkunft.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Koloniefeminin
Genitivder Kolonieunverändert
Pluraldie Kolonien-en, zweisilbiges Ende
AdjektivkolonialKolonialzeit, Kolonialwaren
Verb / Personkolonisieren / der Kolonistbesiedeln, beherrschen

Beispiele

Herkunft: Köln war eine Kolonie

Lateinisch *colonia* bedeutete „Ansiedlung“, abgeleitet von *colere* „bebauen, pflegen“ – wovon auch *Kultur* stammt. Die Römer gründeten Kolonien als Städte für Veteranen und Bürger. Die bekannteste im deutschen Sprachraum trägt das Wort bis heute im Namen: *Köln* geht auf *Colonia Claudia Ara Agrippinensium* zurück. Die Bewohner einer Kolonie waren Siedler, die Land bebauten. Erst in der Neuzeit wurde *Kolonie* zum Begriff für die Überseegebiete europäischer Mächte.

Was ist der Unterschied zwischen Kolonie und Provinz?

Eine Provinz ist ein Verwaltungsgebiet innerhalb eines Staates. Eine Kolonie ist ein abhängiges Gebiet außerhalb des Mutterlandes.

Was sind Kolonialwaren?

Früher Waren aus Übersee wie Kaffee, Tee, Zucker und Gewürze; der Begriff ist heute veraltet.

Quellen

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