Siedler oder Kolonist? Menschen, die sich neu niederlassen

Ein Siedler ist jemand, der sich in einem bisher wenig oder nicht bewohnten Gebiet niederlässt, um dort zu leben und das Land zu bewirtschaften. Die weibliche Form ist Siedlerin.

Siedler sind Menschen, die irgendwo neu anfangen: Sie roden Land, bauen Häuser und gründen ein Dorf. In der Geschichte zogen Siedler etwa nach Osteuropa, Nordamerika oder Australien. Wo Siedler ankommen, haben oft schon andere gelebt – deshalb ist das Wort nicht immer neutral. In politischen Konflikten bezeichnet es Menschen, die sich in umstrittenen Gebieten ansiedeln.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Siedler / die SiedlerinMaskulinum / Femininum
Genitivdes Siedlers-s
Pluraldie Siedler / die SiedlerinnenMaskulinum unverändert
Verbsiedeln, ansiedeln, besiedelnWortfamilie
Substantivdie SiedlungOrt, an dem man siedelt

Siedler im Satz

Siedeln – nicht sieden

*Siedler* gehört zu *siedeln* und zu althochdeutsch *sedal* „Sitz, Wohnsitz“; verwandt ist auch *Sessel*. Mit „sieden“ (kochen) hat das Wort trotz des ähnlichen Klangs nichts zu tun. Weltberühmt wurde es durch „Die Siedler von Catan“ von Klaus Teuber, 1995 Spiel des Jahres. Das Brettspiel heißt seit 2015 offiziell nur noch „Catan“.

Was ist der Unterschied zwischen Siedler und Kolonist?

Ein Kolonist siedelt im Auftrag oder Schutz eines fremden Staates in einer Kolonie. „Siedler“ ist allgemeiner und kann auch ganz ohne Staat gemeint sein.

Wie heißt die weibliche Form?

Die Siedlerin, im Plural die Siedlerinnen.

Quellen

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