Heilung: wenn wieder ganz wird, was verletzt war

Heilung ist das Gesundwerden nach einer Krankheit oder Verletzung sowie der Vorgang, durch den ein Leiden beseitigt wird. Übertragen bezeichnet sie auch die Überwindung seelischer oder gesellschaftlicher Wunden.

Die Heilung ist das Ziel jeder Medizin: Eine Wunde schließt sich, eine Krankheit verschwindet, der Körper erholt sich. Wer geheilt ist, ist wörtlich wieder „heil“ – also ganz und unversehrt. Das Wort lässt sich auch übertragen auf die Seele, auf Beziehungen oder ganze Gesellschaften anwenden.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Heilungfeminin
Genitivder Heilungunverändert
Pluraldie Heilungenz. B. bei Wunderberichten
Verbheilenheilte, hat / ist geheilt
KompositaWundheilung, Heilungschancen, Spontanheilungmedizinisch

Beispielsätze

Heil, heilen, heilig

*Heilung* gehört zu einer großen Wortfamilie. Das Adjektiv heil bedeutet „ganz, unverletzt“: *Er ist heil angekommen.* Daraus wurde das Verb heilen, „ganz machen“. Das Substantiv Heil bezeichnet Glück, Wohlergehen und im religiösen Sinn die Erlösung. Auch heilig ist verwandt und bedeutete ursprünglich etwa „zum Heil gehörig“. Im Englischen entsprechen dem *whole*, *heal* und *holy* – eine germanische Wortfamilie, die sich in beiden Sprachen erhalten hat.

Was ist der Unterschied zwischen Heilung und Genesung?

Heilung betont das Beseitigen der Krankheit, Genesung eher den Weg des Patienten zurück zur Gesundheit.

Heißt es die Wunde hat oder ist geheilt?

Bei der Wunde selbst: Sie ist geheilt oder verheilt. Wenn jemand anderes heilt: Der Arzt hat die Wunde geheilt.

Quellen

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